Klimaresilienz ist ein entscheidendes Thema für die Industrie. Das Klima verändert sich und vor allem Extremwetterereignisse können in der Industrie zu Produktionsausfällen oder Schäden der Infrastruktur oder Maschinen im eigenen Betrieb oder in der Lieferkette führen.
Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, seine Funktionsfähigkeit auch unter hoher Stressbelastung aufrechtzuerhalten oder kurzfristig wiederherzustellen. Im Kontext von Industrieflächen bedeutet das, dass diese gegenüber den Auswirkungen von sich ändernden klimatischen Bedingungen und Extremwetterereignissen widerstandsfähig sein müssen.
Bei der Bestimmung der Resilienz, also dem Umwelt-Stress-Test, können verschiedene Analysen und Einschätzungen angewandt werden, z. B. :


Aus den durchgeführten Untersuchungen ergibt sich die Resilienz-Lücke (Resilience Gap), die geschlossen werden sollte.

Auf der einen Seite stehen die Anforderungen und Auswirkungen z. B. auf einen Industriestandort (Demand). Dazu gehören globale Veränderungen, direkte Auswirkungen auf das Geschäft und die Lieferkette, und Störungen sowie Krisenereignisse. Auf der anderen Seite steht die Kapazität (Capacity). Diese umfasst die Persistenz, also die kurzfristige Widerstandsfähigkeit des Systems, die Anpassungsfähigkeit und die Transformierbarkeit. Und je nachdem wie hoch die Anforderungen sind und wie umfangreich die Kapazitäten, ergibt sich die Resilienz-Lücke.
Um diese zu schließen, leiten wir verschiedene Maßnahmen für ein resilientes Klimamanagements des Industriestandorts ab. Das können Baumaßnahmen sein, die Einführung energieeffizienterer Systeme oder die Schulung von Mitarbeitenden für bestimmte Situationen. Um individuelle und maßgeschneiderte Lösungsansätze für ein resilientes Klimamanagement zu entwickeln, können in einem weiteren Schritt detaillierte Hochwassermodelle, Starkregen- und Hitzestressanalysen sowie Mikroklimamodellierungen durchgeführt werden. Auf diese Weise können geeignete Anpassungsmaßnahmen umfassend analysiert und simuliert werden.
Der Umwelt-Stress-Test ist ein wichtiges Instrument, um die Resilienz von Industrieflächen zu erhöhen und somit die Auswirkungen des Klimawandels zu minimieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um Industrieflächen gegenüber den Auswirkungen von Extremwetterereignissen widerstandsfähig zu machen.
Dieser Blogartikel ist eine gekürzte Zusammenfassung aus dem TAUWebinar „Klimawandel, Folgen und Anpassung: Umwelt-Stress-Test - Wie werden Industrieflächen resilient?“. Melden Sie sich hier zu den weiteren Webinaren dieser TAUWebinar-Serie an!
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