Während des Namur NICOLE Workshops wurde das Projekt „Natural Catch: Dekontamination durch natürliche oder wiederverwertbare/ recycelte Materialen“ von Tauw zum Gewinner des Technology Awards 2013 erklärt.
NICOLE (Network for Industrially Contaminated Land in Europe) ist ein europäisches Netzwerk für nachhaltige Bodenbewirtschaftung von Industriegeländen für Industrie, Wissenschaft und Beratungs-/ Ingenieurunternehmen. Dieses Netzwerk hat den NICOLE Technology Award ins Leben gerufen, um technische Innovationen für risikoorientierte und nachhaltige Bodenbewirtschaftung zu fördern.
Der Tauw-Beitrag „Natural Catch“ (dt.: natürlicher Fang) basiert auf einem Kanaldeich-Projekt in Zeeland (NL). Dort wies eine Deponie chemische Verunreinigungen – einschließlich Chlorethan, Dichlorethan, Monochlorbenzol und Ethylbenzol – auf und es bestand das Risiko der Migration der Kontamination durch das Grundwasser. Durch die Nutzung der reinigenden Eigenschaften von (modifiziertem) Torf als natürliches Filtermaterial in einem Entwässerungsgraben, in dem aerobische und photochemische Abbauprozesse abliefen, erzielte Tauw in einer Pilotstudie eine Reinigungsleistung von 93%-100%.
Die Reinigungsleistung von Torf oder eines anderen geeigneten biologisch stabilen natürlichen Materials liegt im Adsorptionsvermögen dieser Materialien. Folglich werden Komponenten, die weniger beweglich sind fixiert und Komponenten, die mobil sind werden verlangsamt und zwischengespeichert. Dadurch werden Stoßbelastungen der Mikroorganismen im Oberflächenwasser des Ringgrabens verhindert. Darüber hinaus ist es ein ausgezeichnetes Bindemittel für die benötigten Mikroorganismen.
Vorteile des „Natural Catch“-Konzepts im Vergleich zu anderen Reinigungstechniken sind die geringen Betriebs- und Wartungskosten, die lange Haltbarkeit und weniger CO2-Emissionen.
Die Kollegen bei Tauw, die das Projekt während des Namur-Workshops vorstellten sind sehr stolz auf die Auszeichnung: „Dies sind die besten Preise, die wir gewinnen können, weil die Industrie selbst die Gewinner bestimmt. Wenn man bedenkt, dass dies eine europäische Auszeichnung ist und Kollegen aus anderen Ingenieurbüros und Bildungseinrichtungen zu den Jury-Mitgliedern gehören, wissen wir diesen Preis sehr zu schätzen. Wir hoffen, dass wir der Branche einen extra Schub in Richtung Nachhaltigkeit geben können.“
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