Tauw Mitarbeiter referieren zu In-situ Sanierungsverfahren

Mitarbeiter der Tauw GmbH bringen sich immer wieder mit ihrer Fachexpertise in Veranstaltungen ein, die dem Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis dienen.

Dr. Patrick Jacobs, Projektleiter bei der Tauw GmbH Berlin, nahm im Oktober vergangenen Jahres am VEGAS Kolloquium teil, welches an der Universität Stuttgart abgehalten wurde. Bei der letztjährigen Veranstaltung, deren Schwerpunkt oxidative und reduktive chemische In-situ-Sanierungsverfahren waren, hatte Patrick Jacobs die Gelegenheit, im Themenblock ISCO (In-situ-chemische-Oxidation) einen Vortrag zu dem Thema „Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von ISCO Verfahren“ zu halten. In seiner Präsentation stellte er die Umsetzung von ISCO unter geologisch schwierigen Bedingungen sowie die Handhabung möglicher Freisetzungen unerwünschter Stoffe infolge der Oxidationsreaktionen dar. Die gefolgerte These, dass eine exakte Voruntersuchung der geologischen und chemischen Randbedingungen bei jeder ISCO-Maßnahme zwingend erforderlich ist, wurde in der anschließenden Diskussion weitestgehend befürwortet.

Auf der Grundlage der Präsentation bei VEGAS hielt Dr. Jacobs dann am 17. März 2011 in Bern einen Vortrag bei einer Veranstaltung des ChloroNet, einer Plattform des Schweizer Bundesamt für Umwelt (Bafu), die als nationales Projekt ins Leben gerufen wurde, um Erfahrungen in einem Netzwerk von Betroffenen nutzen und erweitern zu können.

Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war der Vergleich von Pump-and-Treat, Reaktiven Wänden und ISCO. Eine interessante Erkenntnis war unter anderem, dass - gerade aus Sicht der Behörden - Pump-and-Treat durchaus als sinnvolle Sanierungsvariante ins Spiel gebracht wird, vorausgesetzt, dass sehr detaillierte Untersuchungen zur Hydrogeologie und Schadstoffverbreitung vorliegen.

Das Projekt „Terra-, Aqua- und Sanierungskompetenzzentrum Leipzig (TASK)“ wird seit August 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. TASK hat sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit, Akzeptanz und Vermarktungsmöglichkeiten von neuen innovativen Technologien und Konzepten aus den Bereichen Boden, Grundwasser, Altlastensanierung und Flächenrevitalisierung zu steigern und zu verbessern. National und international vorhandenes Wissen und Erfahrungen sollen effizienter genutzt und verbreitet werden.

Am 8. und 9. Juni 2011 fand nun das 3. TASK Symposium im Pantheon Leipzig statt, zu dem sich Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Forschung im Bereich der Altlastensanierung trafen. Hier stellte Dipl.-Geol. Heinz Peter Thelen, Spezialist der Tauw GmbH für In-situ Sanierungen, anhand des Beispiels der Sanierung einer LCKW-Verunreinigung in einem Wohngebiet die praktische Anwendung von ISCO-Verfahren vor. Sehr gut aufgenommen wurden beim TASK Symposium auch die angebotenen Crash Kurse zu diversen Themen. Heinz Peter Thelen besuchte hierbei einen Kurs zum Thema „Phytoscreening“, ein Verfahren, welches anhand der Beprobung von Bäumen eine rasche Übersicht über eine mögliche Untergrund-Verunreinigung eines Standortes geben kann. Herr Thelen wird die Anregungen aus dieser Veranstaltung aufnehmen, um das Phytoscreening-Verfahren in einer Testphase zu erproben und anschließend in Zukunft auch selbst in Anwendung zu bringen.

Zurzeit wird der Leitfaden „Thermische In-situ-Sanierungsverfahren (TIsS) zur Entfernung von Schadensherden aus Boden und Grundwasser“ erstellt. Der von TASK geförderte Leitfaden dient der erfolgreichen Durchführung thermischer In-Situ-Sanierungen. Ziel des Autorenteams war es, mit dem vorliegenden Leitfaden eine Arbeitshilfe zur Verfügung zu stellen, die nachhaltig die Anwendung dieses Verfahrens erleichtern und somit fördern soll. Die Tauw GmbH wird die Finalisierung des Leitfadens mit ihrer Expertise unterstützen. 

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