Im März 2012 fand das Altlastensymposium des Ingenieurtechnischen Verbandes für Altlastenmanagement und Flächenrecycling e.V. (ITVA) gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) in Hamburg statt. Themen, die im engen Zusammenhang mit kontaminierten Standorten stehen, unterliegen einem regen Wandel. So zielt heute die Altlastenbearbeitung stärker denn je auf Vorsorge, auf rechtliche Aspekte und Revitalisierung von Brachflächen.
In den Themenblöcken wurden Schwerpunkte der Altlastenbearbeitung fokussiert, wie: Rechtliche Rahmenbedingungen, Grundwassersanierung in Hamburg, Nachhaltigkeit und Risikobewertung, Standorterkundung und Analytik und Allgemein Sanierung. Neben den Neuerungen und damit verbundenen Auswirkungen der Anfang 2011 in Kraft getretenen Industrieemissionsrichtlinie 2010/75/EU wurde durch Vertreter der ITVA und der BSU anhand von Praxisbezügen der rechtliche Themenblock anschaulich präsentiert.
Zur Beurteilung der Gefährdung und Sanierung von Grundwasserschäden stellte die BSU das Managementkonzept zur Ermittlung der Sanierungsnotwendigkeit und Ableitung von Sanierungszielwerten vor. In engem Zusammenhang steht hier die Prüfung der Anwendung alternativer Maßnahmen. Insbesondere innovative In-Situ-Vorhaben wurden für Praxisfälle im Raum Hamburg durch Sensatec GmbH und Tauw GmbH vorgestellt. Im diesem Rahmen präsentierte Doreen Mäurer, Projektleiterin Tauw Leverkusen, eine Strategie zur Bearbeitung des BTEX/LCKW-Grundwasserschadens „Deponie Rondenbarg“ unter der möglichen Anwendung von MNA (Monitored Natural Attenuation). Der Schwerpunkt der Prüfung der Voraussetzungen der überwiegend natürlich bewirkten Schadstoffminderung (NA) liegt in diesem Fall stark auf Isotopen- und molekularbiologische Untersuchungen, die über das regelmäßige Monitoring hinaus durchgeführt wurden.
Die Auswahl der Vortragsthemen war insgesamt gesehen fachlich hervorragend. Die Vorträge vermittelten umfassendes Wissen, zu den eingangs aufgeführten Themen.