Anthropogene Verunreinigungen durch Metalle und Metalloiden in Gewässern und Grundwasser stellen für die Umwelt und auch die Gesundheit von Menschen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.
Die Reduzierung von Schadstoffen ist entscheidend für eine langfristig nachhaltigen Erhalt gesunder Gewässern und Grundwasserressourcen. Dennoch ist das Potenzial naturbasierter Sanierungsstrategien wie der Phytosanierung, insbesondere bei Mehrfachbelastungen und unter sich ändernden Bedingungen, bislang noch weitgehend unerforscht.
Daher freuen wir uns sehr, eine neue Studie unserer TAUW Experten Alfredo Pérez de Mora (TAUW Deutschland) und Herwig de Wilde (TAUW Belgien) vorzustellen. Die Studie entstand gemeinsam mit Universitäten und Forschungspartnern aus mehreren europäischen Ländern im Rahmen des EU‑geförderten Projekts BIOSYSMO und wurde im renommierten internationalen Journal of Hazardous Materials veröffentlicht.
Die Forschung untersucht verschiedene Pflanzen-Expositionsregime in mit Metall(loid)en belastetem Grundwasser und bewertet das Potenzial der Phytostabilisierung als naturbasiertes Verfahren zur Minderung der Wassertoxizität. Dieses Verfahren ist sowohl in-situ für Renaturierungsmaßnahmen als auch on-site in sogenannten „constructed wetlands“ einsetzbar. Die Ergebnisse belegen, dass naturbasierte Verfahren nicht nur Schadstoffe effektiv immobilisieren, sondern zugleich
Die Publikation unterstreicht damit den Mehrwert von angewandter Forschung, die enge Verbindung von Wissenschaft und Ingenieurspraxis sowie die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit über Länder- und Organisationsgrenzen hinweg.
Die Publikation ist öffentlich verfügbar und wurde im April 2026 online veröffentlicht.
Im verlinkten Artikel, veröffentlich im "Journal of Hazardous Material" wird erläutert, wie naturbasierte Lösungen wie die Phytosanierung wirksam und nachhaltig zur Sanierung von verschmutztem Grundwasser beitragen können.
