Versorgungssicherheit schaffen, Schäden vermeiden und Ausfällen kritischer Infrastruktur vorbeugen – das ist das Ziel des KRITIS-Dachgesetztes, das im März 2026 in Kraft getreten ist.
Die deutsche Gesetzgebung setzt damit die CER-Richtlinie der EU um, mit der europaweit einheitliche Mindeststandards zur Stärkung der Resilienz kritischer Infrastruktur geschaffen werden.
Das KRITIS-Dachgesetz setzt drei Schwerpunkte:
Wer muss sich zu KRITIS Gedanken machen?
Wer unter die Regelungen des Gesetzes fällt, ist sowohl quantitativ als auch qualitativ bemessen. Allgemein gilt: Versorgt eine Einrichtung mehr als 500.000 Einwohner in Deutschland, zählt sie zur kritischen Infrastruktur. Gleichzeitig werden wechselseitige Abhängigkeiten betrachtet – so sind beispielsweise alle anderen Sektoren vom Energiesektor abhängig. Somit treten neben einzelnen Standorten auch die Lieferketten und notwendige Dienstleistungen für kritische Anlagen in den Fokus.
Was muss nun getan werden?
Zukünftig sind alle Anlagen der kritischen Infrastruktur mit Resilienzplänen vor jedem denkbaren Risiko zu schützen. Dafür müssen sowohl staatliche als auch betreiberseitige Risikoanalysen und -bewertungen erstellt und Resilienzpläne mit geeigneten Maßnahmen, z. B. physischem Schutz, Notfallschulungen, Ersatzversorgungsplänen und Notstromversorgungsmaßnahmen, geschaffen werden.
Wichtig zu wissen: aktuell ist der Stichtag nicht final festgelegt, nahezu sicher ist aber, dass eine umfassende Risikoanalyse (All-Gefahren-Ansatz) gemäß §12 KRITISDachG und EU-CER-Anforderung beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Jahr 2027 vorgelegt werden muss.
Wie können wir helfen?
Wir unterstützen Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen bei der systematischen Bewertung und Stärkung ihrer Resilienz gegenüber physischen Naturgefahren. Dabei kombinieren wir fundierte Analysen mit praxisorientierten Lösungsansätzen: Zunächst analysieren wir die lokalen Naturgefahren auf Grundlage hochwertiger Daten und bestimmen die aktuelle physische Resilienz unter Betrachtung der relevanten Anlagenteile. Aus diesen Informationen leiten wir praxisorientierte Handlungsoptionen ab und entwickeln einen Resilienzplan mit Schutzmaßnahmen.
Mit unserem integrierten Ansatz schaffen wir belastbare Entscheidungsgrundlagen und unterstützen nicht nur Betreiber kritischer Infrastruktur dabei, Schadenspotenzial frühzeitig zu erkennen, gezielt zu adressieren und die Betriebskontinuität nachhaltig zu sichern.
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