Projekteinblick: TAUW nutzt Alternativ-Vorgehen für Asbestentsorgung und bewirkt erhebliche Kosteneinsparung

20 November 2023

Nicht jedes Projekt verläuft so, wie es geplant war. Für das Gelände eines ehemaligen Ölhafens am Rhein wurde die TAUW GmbH mit der Überwachung des Ausbaus und der Entsorgung von Fundamentresten und Leitungen beauftragt, da eine Umnutzung des Geländes zur Gewerbefläche anstand. Der oberirdische Abbau war bereits vor mehr als zehn Jahren durch den früheren Pächter erfolgt. Die Hafengesellschaft als Eigentümer war dabei davon ausgegangen, dass die unterirdischen Ölleitungen und Abscheider in diesem Zuge restentleert und gereinigt worden waren. Ebenso wurde eine fachgerechte Entsorgung der Reststoffe vorausgesetzt.

Im Rahmen der ersten Erdarbeiten stellte sich dann jedoch recht schnell heraus, dass diese Arbeiten nicht –  oder nicht ausreichend – erfolgt waren und außerdem – besonders ärgerlich und kostenträchtig für den Eigentümer – im Auffüllungsmaterial zwischen den Fundamenten Asbestzementscherben zu finden waren. Ein Belassen des asbesthaltigen Bauschutts im Boden hätte Auswirkungen auf die Grundstücksqualität gehabt und zusätzliche Auflagen und Kosten für Neubautätigkeiten mit Bodenaushub nach sich gezogen. Eine Entsorgung des gesamten Auffüllmaterials (rund 1.500 m³) als asbesthaltiger Abfall auf einer Deponie wäre mit Kosten im hohen sechsstelligen Euro-Bereich verbunden gewesen. 

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachbehörden erarbeitete die TAUW ein Alternativ-Konzept, welches eine stufenweise Siebung des Auffüllmaterial unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen der TRGS 519 vorsah und in enger Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten (Eigentümer, Rückbaufirma, Behörden auf Kreis- und Landesebene sowie Fachgutachter TAUW) auch so umgesetzt werden konnte. Am Ende konnte das auf der Deponie zu entsorgende Abfallvolumen um fast 80% reduziert werden, was eine erhebliche Kostenersparnis um mehrere Hunderttausend Euro mit sich brachte. Nicht zuletzt wurde noch wertvoller Deponieraum geschont und durch die Wiederverwertung vor Ort wurden unnötige Transportfahrten und der damit verbundene Schadstoffausstoß vermieden.

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