Die politischen und gesetzlichen Vorgaben sind in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz klar abgesteckt: die Emissionen an klimarelevanten Gasen sind zu senken, der Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen, Energieeinsparpotentiale sind zu nutzen und die Effizienz durch gezielte Maßnahmen zu verbessern. Energieeinsparungen lassen sich am sinnvollsten mit einem sorgfältig geplanten Energiemanagementsystem umsetzen. Dies bedarf einer nachvollziehbaren und ordnungsgemäßen Erfassung in einer Energiebilanz und der fachkompetenten Bewertung der Einsparpotentiale nach ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien.
Für die stromintensive Industrie, die dem produzierenden Gewerbe oder dem Schienenverkehr zugehört, besteht bis zum 30. Juni 2010 die Möglichkeit, einen Antrag bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) auf Begrenzung der abzunehmenden Strommenge nach §§ 40ff EEG 2009 basierend auf den Ergebnissen des vorherigen Kalenderjahres zu stellen.
Was sind die Anforderungen?
Grundsätzlich ein zertifiziertes Energiemanagementsystem entsprechend den Anforderungen der BAFA- Merkblätter. Neben der Erfassung und Analyse aller eingesetzten Energieträger im Rahmen einer systematischen Bestandsaufnahme der Energieströme sowie einer Festlegung von Bilanzgrenzen, Messsystemen und Messgenauigkeiten ist eine Erfassung und Analyse aller Energie verbrauchenden Anlagen einschließlich der Ermittlung der eingesetzten Energieträger je Verbraucher, der Leistungs- und Verbrauchsdaten und einer Ermittlung des Energieverbrauches zwingend erforderlich. Diese Faktoren bilden die Grundlage der Bewertung der Einsparpotentiale.
Nicht neu, aber im Mittelpunkt der Betrachtung für alle Unternehmen, die bereits 2009 einen Antrag auf die besondere Ausgleichsregelung gestellt haben, ist die Bewertung der Einsparpotentiale. Hierzu gehören eine Identifizierung der weiteren Einsparpotentiale, die Darlegung der energetischen Optimierung der Anlagen und Aggregate und eine Bewertung der energetischen Einsparpotentiale zur Verminderung des Energieverbrauchs nach wirtschaftlichen und umweltrelevanten Kriterien mit einer Investitionsbeurteilung.
Wie sieht es bei vorhandenen Managementsystemen aus?
Hier reicht der Nachweis der Einhaltung der Voraussetzungen durch einen aktuellen Eintrag in das EMAS-Register aus. Bei der Zertifizierung nach der ISO 14001:2004 muss zusätzlich durch den Zertifizierer geprüft werden, ob die durch das Unternehmen erhobenen Energiedaten und Einsparpotentiale sowie deren Bewertung keine Abweichungen von den Anforderungen aufweisen.
Wie können wir Sie unterstützen?
Wir helfen Ihnen bei allen Fragen der Antragstellung des EEG 2009, der Bestandsaufnahme und Schwachstellenanalyse zu allen Fragen der Energieerfassung, bei der Erarbeitung eines Maßnahmenplans und beim internen Energieaudit. Zudem bieten wir Ihnen Unterstützung im Zertifizierungsverfahren, bei der Einführung eines Energiemanagementsystems nach der DIN EN 16001 oder der Erweiterung Ihres bestehenden Managementsystems um den Bereich Energie.
Zudem sind wir Ihr Partner in allen Fragen des Treibhausgas-Emissionshandels, des CO2-Monitorings und des produktbezogenen Klimaschutzes (Carbon footprint).
Brauchen Sie Unterstützung? Dann sprechen Sie uns einfach an, wir sind für Sie da!
Ansprechpartner:
Anne Schüth, Tauw GmbH Burscheid
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